Im September 1676 wechselte Herzog Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg einige Briefe mit seinem Düsseldorfer Kammermaler Johann Georg Walter. Zwar wurde über die Eheschließung seiner ältesten Tochter Eleonora Magdalena mit Kaiser Leopold I. zu dieser Zeit noch hinter den Kulissen verhandelt. Aber der weitsichtige Herzog setzte schon erste Schritte im Zusammenhang mit der Hochzeitvorbereitung, zu der auch diese Schreiben zählten.
Heute vor 300 Jahren fand in Wien eine Hochzeit statt, die aus verschiedenen Gründen nicht alltäglich war: Der sächsische Kurprinz Friedrich August, der einzige legitime Sohn Augusts des Starken, des Kurfürsten von Sachsen und Königs von Polen, heiratete Erzherzogin Maria Josepha1.
Zu ihr siehe etwa Helen Watanabe O’Kelly, Religion and the Consort: Two Electresses of Saxony and Queens of Poland (1697-1757), in: Clarissa Campbell Orr (Hg.), Queenship in Europe 1660-1815: The Role of the Consort, Cambridge 2004, 252-274. [↩]
Parallel zu diesem Text wird über den Blog heute die im Menü schon lange angekündigte Bibliographie von Druckschriften mit Bezug auf die Kaiserinnen zugänglich.